Coaching – vom Umtausch ausgeschlossen

“Coachs sind keine Dienstleister.”
– Dr. Wolfgang Looss, deutscher Coaching-Pionier

Dienstleistung Coaching
lichtkunst.73 / pixelio.de

Wenn sie zu mir kommen, um ein Coaching zu buchen,  ergibt sich hieraus eine Kundenbeziehung. Sie als Coachee sind mein Auftraggeber, mein Kunde.

Ich als ihr Coach bin Ihr Dienstleister. Oder?

Natürlich, denn schließlich will ich mit ihnen gemeinsam Ihr Ergebnis erarbeiten. Ich möchte, dass Sie zufrieden aus dem Coaching-Prozess gehen, und mich und mein Coaching Angebot vielleicht sogar weiter empfehlen.

Doch was passiert, wenn wir im Laufe des Prozesses auf unangenehme Themen stoßen? Wenn ich Ihnen Feedback geben, dass Ihnen nicht recht schmeckt? Von ihrem Dienstleister erwarten Sie doch schließlich, dass er sie zufrieden macht, oder?

Das kann ich als Ihr Coach Ihnen während des Coachingprozesses nicht immer garantieren. Vielleicht stellen wir auch im Laufe des Prozesses fest, dass die Arbeit auf Ihr Ziel hin nicht erfolgversprechend ist.

Und damit entspreche ich also dem oben genannten Zitat von der Dr. Wolfgang Loos. Dr. Wolfgang Loos stellte auf dem 1. Coaching-Kongress der Hochschule Erding im letzten Jahr diesen Punkt heraus.

Coaches sind Partner auf Augenhöhe, die professionelle Beziehungsarbeit leisten

Ich vertrete genau wie er die Meinung, dass Coachs nicht reine Dienstleister sein können, sondern sich als Partner verstehen müssen für die Arbeit an den Zielen des Klienten. Dazu ist es eben auch gerade manchmal wichtig, den Weg des reinen Dienstleisters, der zufriedenstellen will zu verlassen. Denn um das Ziel zu erreichen, muss ich gerade eben manchmal auch die übliche Komfortzone verlassen. Und das ist ist eben nicht immer angenehm.

So erlebe ich in meiner Praxis, und auch in meinen Trainingsaufträgen, ganz oft den Wunsch nach dem Gießkannen-Prinzip. Viele Menschen wünschen sich die all-heilbringende Tablette, die genau für Ihr Problem hilft. Sozusagen das Rezept, das ich ausstellen soll. Frei nach dem Motto: “Tun sie das und das, dann kommt das und das dabei heraus!” Doch genau dieses Pauschalrezept gibt es für die meisten ganz individuellen Situation der Klienten nicht. Keine Checklisten, denen man einfach folgen könnte.

Das ist natürlich häufig frustrierend, aber genau das macht die Arbeit auf Augenhöhe aus: im Coaching zu reflektieren, was genau für meine individuelle Situation sinnvoll und richtig ist und nicht für generelle Situationen, im Allgemeinen, was man tun sollte, was man tun könnte und was man hätte lassen sollen. Den Konjunktiv lassen wir vor der Tür und planen zielgerichtet individuell an Ihrer Situation und erarbeiten gemeinsam Schritte, die sie gezielt umsetzen.

Also: Wollen Sie raus aus Ihrer Komfort-Zone? Sind Sie interessiert an passgenauen Lösungen für Ihre individuelle Situation? Scheuen Sie sich nicht vor Selbstreflektion? Sind Sie bereit und willens Althergebrachtes zu überdenken und zu verändern?

Dann ist ein Coaching für Sie das richtige. Ich freue mich auf Sie!

Wie stellen Sie sich die Gestaltung der Beziehung zu Ihrem Coach vor? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

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