Yoga & Meditation

Der Baum

Dass ich (auch wenn man es mir nicht unbedingt ansieht) eine begeisterte Yogini bin, habe ich hier und da sicher schon einmal fallen gelassen. In unregelmäßigen Abständen möchte ich hier ein paar einfache Yoga-Übungen vorstellen, die auf die Schnelle Entspannung, Erdung, Besinnung auf den eigenen Köper und den Atem bringen können – oft fehlt uns ja gar nicht viel um vom Stress zu einem achtsamen Umgehen mit unserem Körper zu kommen.

Der Baum

yoga baum

Eine der bekanntesten Übungen im Yoga ist sicher ‘der Baum’ oder auch Vrksasana.

Um diese Haltung einzunehmen, verlagerst Du Dein Gewicht auf ein Bein, hebst dann den anderen Fuß und drückst ihn, so hoch, wie es für Dich angenehm ist, an die Innenseite des Standbeins. Achtung: nicht direkt gegen das Knie pressen! Und nicht zu sehr in die Hüfte des Standbeins abknicken – versuch gerde zu bleiben! Lege dann die Handflächen vor Deinem Herzen aneinander, richte das Brustbein auf und drehe das angewinkelte Bein soweit, dass es mit dem Oberkörper eine Ebene bildet. Wenn Du kannst, verweile so ca. 10 tiefe Atemzüge, komme kontrolliert aus der Übung zurück und spüre auf beiden Beinen stehend mit geschlossenen Augen stehend nach: wie fühlen sich die Beine an – gleich, unterschiedlich, kribbelnd, warm, kalt? Wiederhole dann mit dem anderen Bein.

Tipp: Um das Gleichgewicht besser halten zu können, suche Dir einen Fixpunkt vor Dir auf dem Boden oder auf Kniehöhe, den Du fixierst und vergiss das Atmen nicht!

Für Einsteiger: Wer noch gar nicht gut auf einem Bein stehen kann und nicht genügend Flexibilität hat, der kann den gehobenen Fuß lediglich gegen den Fuß des Standbeins pressen oder sogar die Fußspitzen aufgestützt lassen. Es geht nicht darum, den Fuß besonders hoch zu ziehen, sondern zu fokussieren und standhaft zu bleiben. Wem das noch nicht genug Sicherheit bietet, der stellt sich mit dem Rücken an eine Wand! Denke immer daran, dass Du bei der Übung nicht perfekt sein musst, um Kraft und Harmonie zu steigern.

Für Fortgeschrittene: Wer den Baum locker längere Zeit hält, kann die Arme nach oben über den Kopf strecken, dort auch die Hände öffnen und mit den Armen ‘winken’ wie ein Baum im Wind. Oder versuche es einmal mit geschlossenen Augen standhaft zu bleiben!

Wirkung

Der Baum bringt nicht nur den Körper ins Gleichgewicht, sondern beruhigt und entspannt auch den Geist (durch Konzentration auf das Gleichgewicht). Er fördert zudem Klarheit, Stärke und Selbstvertrauen und stärkt die Ausdauer und die Standfestigkeit, hilft Bestimmtheit und Zielorientiertheit zu entwickeln. Insgesamt ist die Übung des Baumes also hilfreich, um auf eigenen Beinen zu stehen, Verbindung zur Erde zu spüren, denn dadaurch gewinnst Du Zuversicht, Gelassenheit und innere Ruhe. Außerdem stärkt er die Beinmuskulatur und fördert eine gute aufrechte Haltung der Wirbelsäule. Darüberhinaus wird der Gleichgewichtssein gefördert.

Fest und stark ist nur der Baum, der unablässig Winden ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln.
– Lucius Annaeus Seneca –

Namasté!

Eine Video-Anleitung meines Lieblings-Yoga-Channels für den Baum kannst Du hier ansehen (englisch):

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