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Donald Trump und der Mut zur Liebe!

Donald Trump macht Angst, schockiert die Welt und ist nun doch demnächst Leader einer der mächtigsten Nationen der Welt – in diesem Artikel möchte ich Ideen zum Umgang mit dieser Situation und den eigenen daraus entstehenden Ängsten liefern!


For the english version, click here!Donald Trump und der Mut zur Liebe

Eigentlich sollte heute hier ein Artikel über Geschenkideen erscheinen, denn Weihnachten steht (ob es uns nun passt oder nicht) vor der Tür. Und rechtzeitig mit den Geschenken für die Lieben zu beginnen, gehört für mich unweigerlich dazu, den Stress inder Vorweihnachtszeit zu reduzieren.

Doch zu so einem banalen Thema kann ich mich heute nicht äußern. Auch wenn ich weiß, dass es natürlich immer gefährlich ist, sich im Berufsleben offen polistisch zu äußern, sehe ich diese Öffentlichkeit doch auch als eine Pflicht an, meine Meinung zu vertreten und die Welt ein Stück in Richtung Demut, Liebe und Akzeptanz zu verändern. Und außerdem werden die Nachrichten des heutigen Morgens, der heutigen Nacht sicher bei dem einen oder anderen auch für Stress gesorgt haben, der die Situation aber nicht besser macht. Im Gegenteil!

Die Welt ist doch verrückt – doch wir sind ein Teil von ihr!

Nach dem für mich völlig unverständlichen Votum zum #Brexit im Sommer in Großbritannien, ist nun etwas noch viel unvorstellbareres für mich eingetreten. Das Land, das ich schon aufgrund seiner wunderschönen Natur und Landschaft so liebe, das ich immer verehrt habe für seine Offenheit und Möglichkeiten, hat einen alten weißen Mann mit rassistischen, frauenverachtenden und in jeder Hinsicht demagogischen Ansichten zu seinem nächsten Präsidenten bestimmt.

Das wäre vielleicht alles noch nicht so schlimm, wenn es sich dabei um ein Land handeln würde, dass in unserer Welt eine nicht so große Rolle spielt, wie die USA es tun und als Vorreiter für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte schon immer getan haben. Die USA haben sich in den letzten Jahren schließlich selbst immer wieder als Führungsnation ins Spiel gebracht, wurden oft genug als ‘Polizei der Welt’ und damit ja auch irgendwie als Gewissen der Welt betrachtet. Nicht immer wurden sie überall begeistert aufgenommen. Sicher gab es auch Wege und ENtscheidungen, die beschritten wurden, die so nicht sinnvoll waren. Aber doch wurde dieses Land hier und da auch gerne in diese Rolle des Verantwortlichen geschoben. Einer musste ja schließlich diese Rolle übernehmen. Und diese Vorreiter in der Welt haben nun einen Mann zu ihrem Staatsoberhaupt bestimmt, der mit Werten daher kommt, die ich in keinster Weise als vorbildhaft bezeichnen kann.

Natürlich will ich den Amerikanern kein Unrecht tun. Auch wenn die Wahlmänner-Stimmen recht eindeutig verteilt sind, sieht die prozentuale Verteilung der Wählerstimmen ja durchaus nicht so eindeutig aus. Knapp die Hälfte der Amerikaner bzw. derer, die zur Wahl gegangen sind, haben sich immerhin gegen diesen Kandidaten ausgesprochen. Und aus meinen Netzwerken, die ich online aus vielen Gründen auch zu vielen Menschen aus den USA pflege, weiß ich, dass auch viele derer genau so schockiert sind wie ich es bin.

Dass Hillary Clinton aus vielen bekannten Gründen sicher auch nicht die ideale Kandidatin gewesen ist, will ich hier nun gar nicht diskutieren. Steht sie aber eben doch für mich eher für die Werte der offenen, freien Welt, die mir weniger Angst macht als ein Mann, der Hassreden ohne Inhalt schwingt, Menschen, die ihm nicht passen, wegsperren lassen und Mauern zu anderen Staaten errichten will. Vielleicht sind wir hier in Deutschland auch besonders sensibel, was diese benannten Themen betrifft. Denn schließlich hatten wir dies alles schon einmal. Und in Hinblick auf unsere eigene Bundestagswahl 2017 hoffe ich auch sehr, dass wir für diese Themen wieder sehr sensibel werden, damit Rechtspopulisten in unserem Land keine langfristige Chance bekommen!

Aber es ist nun so, wie es ist!

Auch wenn meine Gedankengänge immer noch darum kreisen, dass eingetreten ist, was eigentlich nicht wahr sein darf, bin ich mir doch auch bewusst, dass wir jetzt alle einen Veränderungsprozess betreten, der mit der Veränderungskurve, die ich in diesem Artikel bereits einmal erläutert habe, nachzuvollziehen ist.

Und um für sich einen Weg des Umgangs mit dieser neuen Situation in der Welt zu finden, finde ich es wichtig, sich darauf zu besinnen, was diesen Mann überhaupt erst an die Macht gebracht hat. Und der Grund diesen Mann zu wählen, ist in meinen Augen bei den meisten Wählern sicher eines gewesen: Angst!

Angst vor dem Fremden, Angst vor dem eigenen Verlust der Existenz, Angst vor den vielen Unwägbarkeiten, die unsere moderne, offene Welt so mit sich bringt. Meine Mutter hat schon immer gesagt: “Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht!”. Und natürlich ist man noch sicherer vor all dem, was man nicht kennt, wenn man es gar nicht erst an sich heranlässt. Und ja, der nächste Präsident der USA hat es verstanden mit dieser Angst seiner potenziellen Wähler zu spielen.

Raus aus der Angst! – Mut zur Liebe!

Das falscheste was wir nun also tun können, nach dieser Wahl, die wiederum uns Schockierten Angst macht, ist diese Angst auch über unser eigenes Denken und Handeln regieren zu lassen. Und hier komme ich nun an den Punkt, wieso ich es für wichtig erachte, diesen Artikel hier auf meinem Blog zu veröffentlichen, der sich doch eigentlich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und Coaching beschäftigt.

Angst hat zwar ihre sinnvolle Bedeutung für unser Überleben. Wenn wir der Angst in uns allerdings unreflektiert, die Regie über unser Handeln überlassen, tun wir uns damit selten einen Gefallen! In meiner Praxis bei meinen Klienten und auch bei meinen Seminaren bei meinen Teilnehmern sehe ich die unreflektierte Angst immer wieder als den größten Blockierer für das eigene Leben, für das Erreichen von Zielen und für das eigene Glück.

Gehen wir also nicht in die Angst, verschließen wir uns nicht vor dem, was kommen mag und vor allem hören wir nicht auf, das Gute, das es auf dieser Welt in so vielen kleinen Begegnungen zwischen Menschen immer wieder gibt, weiter zu streuen. Denn dann kann das Gute, der Optimismus, die Freude, die Liebe (nennt es, wie ihr wollt), am Ende doch gewinnen gegen diese Angst.

Was wir verstehen müssen, ist, dass wir auf dieser wilden Reise durch dieses Leben alle vereint sind, auf diesem kleinen Planeten Erde in unserer großen Galaxie. Da kann es kein “Die da!” und “Wir hier!” geben. Wir sitzen hier alle zusammen. Wenden wir uns den Menschen, die Angst haben also zu und schenken ihnen etwas von unserer Freude, Liebe, Hingabe und Gelassenheit, die sie scheinbar auf ihrer persönlichen Reise durch dieses Leben irgendwo verloren haben. Oder würdest Du einem kleinen Kind, das Angst hat das erste Mal alleine von der großen Rutsche zu rutschen, mit Unverständnis und Wut begegnen? Nein, sicher nicht! Du würdest Dich zuwenden, zuhören und Mut zusprechen. Und genau das sollten wir jetzt auch tun!

Angst beginnt im Kopf. Mut auch.

Sprechen wir uns selbst Mut zu! Sprechen wir denen Mut zu, die Angst haben! Sprechen wir denen Mut zu, die nun teils arrogant auf ihrer vermeintlichen Erfolgswelle reiten und werden erkennen müssen, dass auch sie sich mit den ganz alltäglichen Problemen des Lebens auseinandersetzen werden müssen! Sprechen wir Hillary Clinton Mut zu, mit dieser schmerzhaften Niederlage für sie persönlich umgehen zu können. Sprechen wir ihr Mut zu, sich nun endlich auch einmal Schwachheit zu gönnen, die sich selbst in ihrem Leben als starke Frau wohl allzu oft versagt hat und versagen musste. Sprechen wir uns als Frauen Mut zu, dass wir dies nicht als Rückschritt für den Feminismus werten, sondern als weiteren Anreiz für unsere Gleichstellung auf allen Ebenen zu kämpfen.

Und ja: Sprechen wir auch Donald Trump Mut zu, dass er es schafft, ein Präsident für alle Amerikaner zu werden. Dass er es schafft, diesen Riss, der nicht nur durch das Land, sondern durch die Welt zu gehen scheint, zu kitten! Dass er es schafft, die Ängste der Menschen zu spüren und empathisch mit ihnen umzugehen! Dass er er schafft, uns positiv zu überraschen mit Umsicht und Respekt! Dass er es schafft in seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung einen großen Schritt voran zu kommen!

Und genau für diesen letzten Punkt, möchte ich Donald Trump, aber doch gleichzeitig auch uns allen im Umgang mit dem Schockzustand, den wir jetzt ggf. fühlen mögen, folgendes Gedicht ans Herz legen, das Charlie Chaplin anlässlich seines eigenen 70. Geburtstags am 16. April 1959 verlesen hat:

Als ich mich selbst zu LIEBEN begann…

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Soundtrack zu diesem Artikel: Can you feel the love tonight?

Wenn Du Dir nun noch ein wenig gute Stimmung in Dein Herz holen willst, schlage ich Dir vor, das Internet heute Internet sein zu lassen, den Fernseher auszuschalten und Dich der schieren Nachrichtenflut zu entziehen. Es wird sich nichts ändern, wenn Du Dich verrückt machst mit all’ den Kommentaren von (vermeintlich) schlauen Menschen.

Konzentriere Dich auf Dich und Deine guten Gefühle, die irgendwo in Dir schlummern. Sie sind ganz sicher da, haben sich vor Angst vielleicht nur gerade irgendwoe verkrochen. Locke sie hervor, indem Du Dir selbst Gutes tust!

Atme bewusst, genieße das Wetter wenn möglich (bei mir strahlt wie zum Hohn heute zum Beispiel die Sonne von einem kritallklaren blauen Himmel), mache einen Spaziergang durch raschelndes Herbstlaub oder erste Schneefelder, genieße einen heißen Tee, versenke Dich in eine heilsame Meditation oder eine kleine Yoga-Einheit. Genau das werde ich jetzt tun! Und lasse mir dabei ein Lächeln aufs Gesicht zaubern von Elton John und seinem Klassiker aus “Der König der Löwen”: Can you feel the love tonight?

So, das musste raus! Mir geht es jetzt schon ein Stück besser, ich blicke hoffnungsvoller in diese Welt und werde es nach meiner Yoga-Praxis gleich sicher noch mehr tun. Ich hoffe, dass Dir das (vielleicht durch meinen Artikel) auch ein klein wenig mehr noch gelingt heute. Selbstverständlich freue ich mich wie immer über Meinungen von Dir und vielleicht magst Du auch noch die eine oder andere Idee teilen, wie Du für Dich mit der Situation umgehst. Vielleicht siehst Du das Wahlergebnis ja auch ganz anders. Dann bin ich ebenfalls gespannt auf Deinen Input!

In diesem Sinne: Spread the love!
Jasmin*

 

(P.S. Entgegen meines eigentlich deutschsprachigen Blogs, der ja jederzeit mit Google Translate übersetzt werden kann, gibt es diesen Artikel diesmal aber bewusst auch auf englisch hier! – Normally this blog is german only (although it can be translated via Google Translate easily). But this article has an english version also – click here!) EDIT (05.01.2017): Leider musste ich die englische Version dieses Beitrages löschen, weil ich massiv gespammt wurde von E-Mail-Adressen mit russischem Absender… – Unfortunately I had to delete the english version of this post due to massive spam coming from email-adresses with russian origin….

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