Kommunikation auf nicht-verbaler Ebene

Einfluss des Körpers auf die Kommunikation | SummerSchool Vol. III

Deine Art und Weise zu kommunizieren (WIE sage ich etwas?) und nicht unbedingt allein der Inhalt (WAS sage ich?), ist entscheidend für das Gelingen von Kommunikation mit anderen. Die Ebene, die neben dem Inhalt in jedem Gespräch eine weitere große Rolle spielt, soll deshalb das heutige Thema der SummerSchool | Kommunikationspsychologie sein.

Non-verbale Kommunikation

Du spielst in Deinem (Berufs-)Leben ganz unterschiedliche Rollen, die immer wieder eine angepasste Kommunikation erfordern. Zur Kommunikation und zur Sprache gehört neben dem Inhalt, den Du sprichst, unweigerlich auch noch die zweite Ebene, die sozusagen unter der Wasseroberfläche eine ganze Menge im Gespräch mittransportiert. Vehikel für diese zweite weitere Ebene ist oft gar nicht das gesprochene Wort, sondern Dein Körper, der gerne auch Dinge verrät, die Du eigentlich lieber unter der Wasseroberfläche gehalten hättest. Aber nähern wir uns langsam an und halten fest:

Wichtig!

In jeder Kommunikation gibt es die Ebene, die Du inhaltlich sendest und die zweite Ebene, die Du nicht sagst, die aber trotzdem mittransportiert wird.

Beispiel:

Anette hatte eine besondere Aufgabe. Sie sollte die amerikanischen Gäste vom Flughafen abholen und ins Büro bringen. Sie kannte die Namen der Besucher, wusste aber nicht, welcher Name zu welchem Gesicht gehört.

Als sie in der Ankunftshalle stand, wurde ihr mulmig. Sie musste ja den Vice President als ersten begrüßen. Wie aber sollte sie erkennen, wer das ist. Die anderen drei waren auch Männer.

Als die vier auf ihr Schild reagierten und auf sie zukamen, war es auf einmal sonnenklar. Einer kam einen Schritt vor, die anderen hielten sich kurz dahinter. Der vordere streckte ihr die Hand aus.

Super – Problem gelöst. Das war der Vice President.

Nonverbale Kommunikation – das, was Du nicht sagst, aber trotzdem sendest

An diesem Beispiel siehst Du: der Inhalt ist bei der Kommunikation nicht alles und Du solltest auch verstärkt die „Verpackung“ der Kommunikation, also Stimme und Körpersprache berücksichtigen. Diese Signale sind sehr vielfältig, sie können von einzelnen Körperteilen (Kopfbewegung, Gesichtsausdruck, Handbewegung oder vom gesamten Körper (Körperhaltung, Körperbewegung) ausgehen, die verbale Kommunikation begleiten (Tonfall) oder das Erscheinungsbild (Kleidung, Schmuck) betreffen.

Wenn Menschen sich begegnen, strahlen sie eine Wirkung aus, die zunächst nicht durch Sprache beeinflusst ist. Sie wirken durch ihre Haltung, durch die Art ihrer Bewegungen, durch ihre Mimik und Gestik. Diesem Vorgang ohne sprachlichen Ausdruck kommen die Begriffe ‚Körpersprache’ oder ‚nonverbale Kommunikation’ zu.

Vor 40.000 Jahren mussten wir innerhalb von Millisekunden darüber entscheiden, ob wir es mit Freund oder Feind zu tun haben und nichts anders passiert auch jetzt immer noch bei der Einschätzung von Menschen. So entscheidet Dein Gegenüber innerhalb weniger Sekunden, ob er Dich für kompetent und sympathisch hält oder nicht – dazu brauchst Du noch gar nicht so viel gesagt haben.

Übung: Kontrolliere einmal diese Aspekte Deiner eigenen Körpersprache:

  • Sehe ich andere aufmerksam an, wenn sie mit mir sprechen?
  • Wende ich mich ihnen auch mit meinem Oberkörper zu?
  • Ist mein Mund bzw. meine Kieferpartie ent- oder verspannt?
    Wie ist meine Atmung? (Flach, unregelmäßig, ruhig, gleichmäßig, tief?)
  • Ist meine Haltung eher offen oder geschlossen?
    Verspanne ich meine Schulterregion? Wie halte ich meinen Kopf?
    Habe ich guten Bodenkontakt (mit beiden Beinen) oder stehe ich mit einem Stand- und einem Spielbein?
  • Lächle ich ausreichend?
    Auch wenn Du gereizt, verärgert oder gestresst bist, erzeugt ein bewusstes (anfangs aufgesetztes) Lächeln eine entspanntere Grundhaltung.
  • Ist meine Gestik überzeugend, d.h. kongruent zum Inhalt sowie passend zu mir?
  • Wie ist mein Tonfall?
    Aggressiv-ärgerlich, belehrend, gereizt, ruhig-beruhigend, sachlich, freundlich, laut, leise, ?
  • Signalisiere ich Missmut, Ungeduld, Langeweile, ohne es zu merken?
  • Überprüfe ich meine eigenen Signale ab und zu, um etwaigen Kommunikationsproblemen, die ich vielleicht selbst auslöse, auf die Spur zu kommen?
    (Einholen von Feedback auch im Freundeskreis)

Kommunikation ohne Worte

Hüte Dich auf jeden Fall davor, aus einzelnen körpersprachlichen Signalen falsche Schlüsse zu ziehen, denn entscheidend ist immer der Gesamteindruck. Du kannst Dir allerdings die Körpersprache vertrauter Menschen einmal bewusster machen und genau untersuchen, welche Signale sie aussenden und worauf sie reagieren. Achte einmal genau auf Gestik und Mimik: woran erkennst Du, dass Dein Partner verärgert ist, dass Dein Kind schon wieder flunkert, dass Deine Eltern Probleme haben? Wende dieses daraus erworbene Wissen und den daraus bezogenen Erfahrungsschatz auf Deine anderen Gesprächspartner an. Häufig gelten ähnliche Körpersprache-Muster auch für andere Menschen.

Ein Profi im Bereich der Körpersprache und der Kommunikation ohne Worte ist der Pantomime Samy Molcho, dessen Kunst man z. B. hier einmal wunderbar studieren kann:

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In den nächsten Wochen (19.07. – 22.07.) geht es weiter mit Ausschnitten aus meinem E-Book „Ganz klar: sagen, was ich wirklich meine!“, das in den nächsten Monaten erhältlich sein wird.

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Am nächsten Mittwoch geht es also weiter mit Souveränität auch in schwierigen Kommunikationssituationen.

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