‘Herzklopfen erhöht den Lerntransfer’ – wie Dir diese Erkenntnis gegen Stress helfen kann

“Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe.”
– Johann Heinrich Pestalozzi, schweizer. Pädagoge (1746 – 1827)

Lernerfolg über Kopf, Herz und Hand

Schon Pestalozzi (einer der ersten Aufklärung- und Reformpädagogen, die für Bildung als Grundlage des freiheitlichens Denkens und des Demokratieverständnisses eintraten), hatte das Prinzip des Lernens mit “Kopf, Herz und Hand” propagiert. Der Kopf stand bei Pestalozzi für den den Intellekt, was wir heute mit kognitivem Wissen beschreiben würden. Praktische Fähigkeiten waren logischerweise der Hand zugewiesen. Das Herz wurde zu Pestalossis Zeiten mit Sittenregeln und Moralvorstellungen übersetzt. In unserer technisch fortgeschrittenen Zeit lässt sich sicher sagen, dass das Herz, unser Körper und eben auch die Anregung unseres Herzschlags beim Lernen dazu beiträgt, ob und wie wir neu erlerntes Wissen in die vernetzten Strukturen unseres Gehirns übernehmen und an bereits gelegte Strukturen anknüpfen können. So bilden sich dann eben auch klare Strukturen, Netze, vernetztes Wissen für unsere Werte und unser persönliches Denken. Hier schließt sich wiederum der Kreis zu den Sittenvorstellungen und moralischen Idealen aus Pestalozzis Pädagogik-Konstrukt.

Die Leitidee des ganzheitlichen Lernen als durchgängiges Prinzip stammt ursprünglich aus der Reformpädagogik. Unter ganzheitlichem Lernen versteht man Lernen mit allen Sinnen, mit dem Verstand, dem Gefühl und mit dem Körper. Johann Heinrich Pestalozzi hat dies im 18. Jahrhundert in seiner ‚Idee der Elementarbildung’, das ‚Lernen mit Kopf, Herz und Hand’ genannt.

Durch neuere Erkenntnisse der Hirnforschung ist dieser Ansatz gestärkt worden. Wissen, Gefühle, Fertigkeiten und Fähigkeiten bilden sich in enger Verzahnung miteinander aus. Die größten und nachhaltigsten Lerneffekte erzielen wir, wenn möglichst viele Sinne und beide Hirnhälften in Wechselbeziehung miteinander arbeiten.

Kinder brauchen also Lernprozesse, die Bewegung, Sinneswahrnehmung und Erkenntnis miteinander verknüpfen. Dies fordert die Gestaltung pädagogischer Räume, in denen ganzheitliches Lernen möglich ist.

 

(aus den Bildungsgrundsätzen und dem Erprobungsschwerpunkt ‘Ganzheitliches Lernen’ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung im Land Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 26.02.2015)

Wenn das Herz klopft, lernt es sich leichter

Dass die Anregung des Gehirns und des gesamten Körpers Lernprozesse nicht nur bei Kindern unterstützt, wird durch eine Studie unterstrichen, die die Ashridge Business School in Zusammenarbeit mit der University of Reading erstellt hat. Ergebnis dieser Studie war, dass Führungskräfte dann besser lernen, wenn nicht nur das Gehirn stimuliert wird, sondern der Körper gleichermaßen gefordert ist, d.h. wenn das Herz schneller schlägt.

Die 28 untersuchten Führungskräfte, die zwischen 26 und 55 Jahren alt waren, wurden während eines zweitägigen Seminars mit Herzfrequenzmessern ausgerüstet, die sie sogar über Nacht trugen, um auch die Verarbeitungsphase im Schlaf bewerten zu können. Die Studienleiter konfrontierten die Seminarteilnehmer mit Stresssituationen, die ihnen auch aus ihrem Führungsalltag bekannt sind: Konflikte, Entscheidungssituationen und unangenehme Gespräche. Durch den moderat erlebten Stress stieg die Herzfrequenz an und die Leistungsfähigkeit der Smeinarteilnehmer stieg von Stresssituation zu Stresssituation stärker an, was die Wissenschaftler mit dem sog. Muskelgedächtnis begründeten. In diesem Muskelgedächtnis wurde abgespeichert, welche Lernerfahrung gemacht wurde, um für ähnliche Situationen besser gewappnet zu sein. Der Anstieg der Herzfrequenz führte zudem dazu, dass besser und schneller gelernt wurde.

Lernerfahrungen sollten als Schlussfolgerung aus dieser Studie also nicht immer nur angenehm sein, sondern sollten herausfordernd und emotional stark beanspruchend wahrgenommen werden, um besser wirken zu können. Je öfter man sich den persönlich herausfordernden Situationen stellt, desto gelassener kann man zukünftig genau diesen Herausforderungen begegnen.

Also: Raus aus der Komfortzone! Trau Dich was! Unternimm was Neues, Ungewöhnliches! Bring Dein Herz aktiv zum Schlagen und verspüre ggf. auch mal ein wenig Angst – nur neue Herausforderungen helfen nicht nur den Kopf und die Hand anzusprechen, sondern auch das Herz! Du wappnest Dich damit erfolgreich gegen zukünftige Stresssituationen und reagierst insgesamt gelassener!

Herzanregende Lernsituationen, die gegen Stress wappnen

Was das sein kann?

Natürlich kannst Du – wenn Du willst – gleich den Bungee-Jump buchen!

Es muss aber gar nicht so etwas extremes sein. Vielleicht hast Du Dich bisher immer vor der Präsentation bei Kunden gedrückt, weil es Dir die Schweißperlen auf die Stirn treibt, die Augen anderer auf Dich gerichtet zu sehen?! Dann fang doch an, Dich dieser Herausforderung zu stellen. Zunächst mit kleinen Schritten: übernimm eine Präsentation vor dem eigenen Team, der eigenen Abteilung, wage Dich immer ein bißchen weiter raus aus Deiner Komfortzone, Schritt für Schritt. Und eh Du Dich versiehst, stehst Du nächstes Jahr vielleicht bei Deiner ersten Kundenpräsentation und kannst Dich über die anschließende Anerkennung freuen. Dass “Glück eine Überwindungsprämie” (Jens Corssen) ist, habe ich bereits in meiner Buchempfehlung vom letzten Mittwoch erwähnt. Dieses Buch kann Dich auf Deinem persönlichen Weg, Deine Herausforderung anzugehen, begleiten. Lies einfach mal in meine Buchempfehlung rein.

Wichtig ist nur, dass es Dich wirklich auch herausfordert, Dein Herz soll ein wenig schneller schlagen.

Dass Überforderung aber auch ins Gegenteil umschlagen kann und den Lernerfolg zerstört, wurde in der oben beschriebenen Studie ebenfalls berücksichtigt. Der Stresslevel darf zum gezielten Fortkommen nicht so hoch sein, dass der Stress in starke Aufregung, Angt oder gar Panik umschlägt, da dann die Konzentrationsfähigkeit leidet, der Entscheidungsblickwinkel sich verengt und kein klares Denken mehr möglich ist. Such’ Dir also etwas, das Dir schon Respekt einflößt, aber keine bloße Panikreaktion schürt. Schritt für Schritt kannst Du so Dein Handlungsfeld erweitern und Dich präparieren für die Situationen auf die es dann wirklich ankommt.

Ich bin gespannt zu hören, wo Du diese Erfahrung bereits einmal selbst gemacht hast oder welche Du Dir vornehmen willst.

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