Stress als Statussymbol?

Das Osterwochenende liegt hinter uns. Und mit dem Arbeitsstart am Dienstag oder spätestens nach dem Ende der Osterurlaubs beginnt wieder der Wettkampf um das stressigste Wochenende. Und eben nicht bezogen auf die Arbeit, sondern darauf wie durchgetaktet selbst dieses freie Oster-Wochenende war und wie wenig Zeit doch wieder mal zum Erholen da war. Na, ertappt?


Es scheint fast als müsste man sich gegenseitig versichern, dass man ja die schlechtest-möglichen Voraussetzungen für die anstehende (wenn auch kurze) Arbeitswoche hat und allen klar ist, welchen Druck man durchzustehen hat und wieviel Anerkennung wir doch für unser großes Arbeistpensum verdient haben – denn schließlich schaffen wir es ja dann schließlich doch unsere Arbeitsaufgaben zu erledigen.

Wer nicht kaputt ist, hat offenbar noch Kapazitäten.

Der negative Stress wird zum Lifestyle, um allen zu beweisen, dass man gebraucht wird, dass man gut ist, um nicht negativ aufzufallen und natürlich weil es wieder auf eines hinausläuft: die Suche nach genug Anerkennung! Wenn das Lob der Führungsriege schon ausbleibt, dann verleihen wir uns selbst wenigstens den Orden der Erschöpfung – schlimmstenfalls bis zum „Veteranenabzeichen“ der Neuzeit, dem Burnout.

 

„Ich ertappe mich immer wieder dabei:
Dauernd checke ich meine Mails und Twitter, während ich mit meinen Kindern zusammen bin.

Nun lege ich mein Mobiltelefon häufiger weg. Ich versuche dann, bewusst zu beobachten, was sie tun, wie sie spielen, was sie sagen. Das verschafft mir Ruhe – und so viele schöne Erinnerungen.“
-Irene Smit, Creative Director der niederländischen ‚Flow‘

Und bist Du dort erst einmal angekommen, geht der Wettkampf im schlimmsten Fall sogar weiter: wer hat den tollsten Entspannungskurs, wer läuft schon Marathon, wer schafft nur Halbmarathon?

Stress als Bestätigung für den Selbstwert

Höre das nächste Mal bitte genauer hin, wenn Du Dich selbst sagen hörst: „Ich bin super gestresst“ – könnte es sein, dass Du dann eigentlich sagen willst: Ich bin super wichtig, und ich möchte, dass das verdammt noch mal endlich jemand anerkennt?

Solltest Du Dich dabei ertappen, dann ist dieses Rennen um den größten Stress meist ein Rennen zu Deiner eigentlichen Selbstachtung. Arbeite stattdessen doch viel lieber an Deinem Selbstbewusstsein. Lade dir dafür gerne meine 9 Tipps für Dein Selbstbewusstsein herunter.

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