Wie Verhaltensmuster unsere Beziehungen beeinflussen

Beziehungen in unserem Leben – zu Liebespartnern, Freunden und allen anderen wichtigen Menschen in unserem Leben – werden durch unsere für uns typischen Verhaltensmuster beeinflusst. Woher diese überhaupt kommen, wie Du ihnen auf den Grund gehen kannst und welche Tipps es für eine gelingende Beziehung gibt, erfährst Du hier!


 

Verhaltensmuster prägen unsere Beziehung

Dass die Erlebnisse, die wir in unserer Kindheit gemacht haben für viele Verhaltensweisen als Erwachsener verantwortlich sind, ist nicht zuletzt seit Freud allgemeingültiges psychologisches Wissen. So hat zum Beispiel auch die Beziehung, die wir bei unseren Eltern beobachtet haben, Einfluss darauf wie wir innerlich abgespeichert haben, wie Beziehungen zu sein haben.

Du kannst zum Beispiel einmal aufschreiben, welche Sätze in der Beziehung Deiner Eltern häufig zwischen ihnen gefallen sind und Dich fragen, welche Deiner  Verhaltensweisen davon ableitbar wären. Wenn Deine Mutter vielleicht regelmäßig misstrauische Fragen zum Verbleib Deines Vaters gestellt hat und Du womöglich sogar das eine oder andere Eifersuchtsdrama mitbekommen hast, wundert es vielleicht gar nicht so sehr, dass auch Du als Erwachsener jetzt extrem misstrauisch im Umgang mit Deinem Partner bist. Und im schlimmsten Fall treibt diese Eifersucht Deinen Partner immer weiter von Dir weg, weil dieses Misstrauen sicher nicht unbedingt den vertrauensvollen Boden für eine Beziehung fördert.

„Denk daran, dass eine gute Ehe von zwei Dingen abhängt: erstens den richten Menschen zu finden und zweitens der richtige Mensch zu sein.“
-Jackson H. Brown

Sind Verhaltensmuster änderbar?

Um Verhaltensmuster zu ändern, braucht es einen gehörigen Willen zur Selbstreflexion. Beziehungen scheitern immer wieder, weil beide Partner schwierige und zumeist unreflektierte Persönlichkeitsanteile haben, aber nicht in der Lage sind, diese Probleme in Angriff zu nehmen. Dies führt dann oft dazu, dass die Partnersuche immer wieder beim gleichen „Typ“ endet, der uns aber natürlich nicht weiterbringt, wenn nicht eine Reflektion stattfindet. Eine Therapie oder Paartherapie ist gar nicht immer unbedingt nötig, da es sich bei diesen Verhaltensmustern ja in der Regel nicht um krankhafte Situationen handelt.

Sicherlich ist diese Verhaltensänderung ein sehr mühsamer Prozess, jedoch führt lediglich die Überprüfung der eigenen Gedanken und Gedankenkreisläufe zu einer langfristigen Änderung von Verhaltensmustern, die schlussendlich auch zu einer glücklichen oder glücklicheren Beziehung führen können.

4 Tipps für gelingende Beziehungen

1. Wünsche und Bedürfnisse mitteilen

Zunächst gilt es die eigenen Bedürfnisse für sich selbst zu erkennen und diese dann dem Partner mitzuteilen.

Folgende Fragen können hilfreich sein bei der inneren Bedürfnisanalyse:

  1. Welche drei Dinge brauche ich unbedingt von meinem Partner, um glücklich und zufrieden in der Beziehung sein zu können?
  2. Was brauche ich, um meinen Akku wieder aufzuladen und mich lebendig zu fühlen?
  3. Was kann mein Partner tun, um diese Bedürfnisse zu erfüllen?

Nach dieser inneren Bestandsaufnahme gilt es, dies dem Partner mitzuteilen.

2. Wertvorstellungen besprechen

Die Wertvorstellungen zu den vier großen Themen

  • Sex,
  • Kinder,
  • Geld
  • spirituelle Überzeugung

bilden immer wieder Nährboden für Konflikte und zeigen dadurch auf oft tiefer gehende Schwierigkeiten in der Beziehung auf. Tauscht Euch deshalb unbedingt über diese Dinge aus und besprecht Eure Überzeugungen zu diesen Themen.

3. Bedürfnisse des anderen ernst nehmen

Die eigenen Bedürfnisse zu kennen und mitzuteilen, ist die eine Seite der Medaille. Gleiches gilt aber natürlich auch für die andere Seite: finde heraus, welche Bedürfnisse Dein Partner hat. Folgende Leitfragen helfen Dir dabei:

  • Was braucht mein Partner von mir?
  • Was kann ich tun, um seine Wünsche zu erfüllen?
  • Habe ich wirklich richtig verstanden, was mein Partner damit meint? (Grundregel hierzu: aktiv zuhören!)

4. Immer mit der Ruhe

Stürze Dich nach dem Scheitern einer Beziehung nicht wahllos in die nächste. Die Bindung zum früheren Partner muss erst ausreichend verarbeitet und gelöst werden. Außerdem benötigst Du auch ein wenig Zeit, um zu erkennen, welche Muster zum Scheitern geführt haben. Diese Reflexion ist nötig, um in der neuen Beziehung nicht wieder direkt in die gleichen Fallen hineinzutappen. Erst dann hat eine neue Liebe überhaupt eine Chance und auch genügend Raum zum Entstehen.


 

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